Keeper Körner macht es noch mal richtig spannend

Eigentlich souverän hat der ASV sein Auswärtsspiel beim starken Aufsteiger Türkiyemspor Erlangen gewonnen. Richtig spannend wurde es noch einmal kurz nach der Pause, als Keeper Jörg Körner den Schlaf der Gerechten schlief.

Wie schon im Spiel der Vorwoche gegen den Türkischen SV begann Weisendorf gleich gut gegen den zweiten türkischen Verein der Liga. Bereits in der vierten Minute fiel dann auch gleich das 0:1. Fuchsbauer hatte seinen Flügelflitzer Christoph Konnerth bedient, dessen Flachpass erreichte Torjäger Stockhorst, der zum 0:1 aus knapp 15 Metern einschieben konnte. Nur wenig später hätte der Torschützenkönig der letzten Saison gleich nachlegen können, ja müssen. Einen langen Ball von Sebastian Baumann unterschätzte Libero Ahmet Kocak und Torwart Resul Kocak rutschte weg. Doch Stockhorst hob den Ball über die Querlatte.

Nach 20 Minuten dann die nächste gute Möglichkeit. Eine Flanke lies der Heim-Torsteher prallen, doch Zergiebel brachte das Kunststück fertig den Ball aus fünf Metern über das Tor zu jagen. Kurz nach einer lang gezogenen Fuchsbauer-Freistoßflanke die Stockhorst nicht ganz kontrollieren konnte, pfiff der Schiedsrichter zur Pause.

Körners Blackout

In der 46. Minute fiel dann auf einmal der überraschende Ausgleich. Einen ansich harmlosen Freistoß von Yavuz Aydin lies Torwart Jörg Körner zur Überraschung aller Spieler und Zuschauer einfach passieren, so das der Ball ins Tor segelte. Jetzt brach die beste Phase von Türkiyemspor an, doch die ASV-Abwehr stand sicher und lies kaum Chancen zu.

In der 57. Minute beendete dann Hajo Zergiebel letzte Zweifel  bei den Weisendorfer Fans. Der Mittelfeldspieler tankte sich auf der linken Seite durch und vollendete überlegt ins lange Eck. Türkiyemspor antwortete mit wütenden Angriffen, doch selbst mit drei Stürmern und einem Mann mehr – Konnerth sah den gelb-roten Karton – kam kaum Gefahr vor dem Weisendorfer Gehäuse auf. Einzig ein Freistoß machte Jörg Körner noch einmal Mühe. Doch den Flatterball in der 69. Minute konnte der Weisendorfer Kapitän gerade noch zur Ecke abwehren.

In der 79. Minute wäre das Spiel dann fast entschieden gewesen. Nach einer scharfen Ecke köpfte ein heimischer Abwehrspieler an den eigenen Pfosten.

Der obligatorisch holprige Saisonstart

Fast schon Tradition ist ein holpriger Saisonstart in die Rückrunde für den ASV Weisendorf. Gegen den Türkischen SV stand zum Ende der Partie ein leistungsgerechtes Unentschieden zu Buche.

Ein schlechtes Spiel sahen die wenigen Zuschauer im Johann-Kalb-Sportfeld in Erlangen. Vor allem in der ersten Hälfte war der Gast aus Weisendorf die bessere Mannschaft. Die Heimelf versuchte sich eigentlich immer nur mit langen Bällen, die meistens eine sichere Beute der ASV-Abwehr waren.

Bereits nach wenigen Minuten konnten dann auch die Gäste jubeln. Fuchsbauer legte den Ball quer zu seinem Sturmkollegen Stokhorst, doch ehe der wieder genesene Goalgetter den Ball versenken konnte, erledigte ein Erlanger Abwehrspieler den Torschuß selber. Nur wenige Minuten später hatte denn Tommi Stockhorst den zweiten Treffer am Schlappen, doch er verzog seinen Schuß nach feinem Fuchsbauer-Pass doch deutlich.

Danach spielte Weisendorf vor allem bis zum Strafraum gefällig, doch dann war meistens Endstation. Die beste Gelegenheit hatte Stockhorst, der kurz vor der Pause nur den linken Pfosten traf. Kurz zuvor war der Weisendorfer Mittelstürmer gerade noch vor dem Strafraum gestoppt worden.

In der zweiten Hälfte erst einmal das gleiche Bild. Weisendorf im Vorwärtsgang ohne jedoch richtig gefährlich zu werden.

Doch nach einer knappen Stunde kippte dann das Spiel. Jetzt kam der Türkische SV immer besser ins Spiel – dies lag vor allem an vielen Einzelaktionen der technisch guten Einzelspieler der Heimelf. Hatten die Erlanger noch in der 70. Minute noch Pech als Johannes Rudel den Ball gerade noch einem einschussbereiten Spieler vom Fuß spitzen konnte, war es dann in der 80. Minute Joel Kenghi, der nach feiner Einzelleistung von Boris Noutchomwo einnetzen zum verdienten Ausgleich einnetzen konnte.

Gelungener Rundenauftakt

Beim ersten Punktspiel nach der Winterpause präsentierte sich der ASV in einer guten Frühform und schickte die Reserve des SC Uttenreuth mit 6:1 nach Hause.

In der Anfangsphase entwickelte sich erst einmal ein zerfahrenes Spiel, doch nach und nach konnte sich der ASV frei schwimmen und deutliche Feldvorteile erkämpfen. Bereits in der achten Minute hatte Youngster Oli Maier die Möglichkeit die Führung zu erzielen, doch nach einerm abgeblockten Schuß von Johannes Rudel fand er im Gästekeeper seinen Meister.

In der 12. Minute machte er es jedoch besser, nahm eine Flanke von Winterneuzugang Klaus Körner mit der Brust auf und vollendete aus der Drehung ins linke obere Eck. Bereits fünf Minuten später fiel dann bereits das 2:0. Florian Wöllner konnte sich am Mittelkreis den Ball erkämpfen und schickte sofort seinen Sturmkollegen Tommi Stockhorst auf die Reise, der überlegt einschob.

Erst danach konnte Uttenreuth so etwas wie eine Torchance verbuchen, doch ein Freistoß der Gäste durch Christian Jasinski konnte zur Ecke geklärt werden. Beim nachfolgenden Eckball wurde es etwas gefährlicher, doch ein Kopfball eines Gästeangreifers strich knapp am Tor vorbei.

Mitte der ersten Hälfte verflachte das Spiel bis sich Oldie Jochen Gäbert auf der rechten Seite gegen drei Gegenspieler durchtankte und seine Rückgabe gerade noch geklärt werden konnte. Scheinbar durch diese sehenswerte Aktion aufgeweckt, legten die ASVler das 3:0 nach. Innenverteidiger Manuel Eichhorn spielte einen feinen Doppelpass mit Bernd Fuchsbauer und konnte so alleine auf Gästekeeper Phillip Andrasch zulaufen und diesen problemlos überwinden.

Nach der Pause war es erneut Tommi Stockhorst, der sein Torkonto auf 21 Treffer aufstocken konnte. Eine eigentlich verunglückte Flanke vom eingewechselten Sebastian Baumann nahm der ASV Goalgetter auf und düpierte erneut den Gästetorwart. Von Uttenreuth war nichts mehr zu sehen – die Gäste hatten Glück, dass es die ASV Akteure bei zwei weiteren Toren beließen. Erst lochte Hajo Zergiebel in der 63. Minute zum 5:0 ein, dann erhöhte Spielertrainer Bernd Fuchsbauer in der 72. Minute nach einem schönen Pass von Hannes Rudel auf 6:0.

Danach war der ASV weiterhin überlegen und konnte noch einen Lattentreffer von Stockhorst verbuchen. Doch das letzte Tor des Spiels erzielten die Gäste. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke konnte Andreas Vogel zum Ehrentreffer unter die Latte schießen. Direkt danach pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab.

Zittersieg gegen den BSC II

Die erste Mannschaft hat sich mit einem Arbeitssieg gegen den drittletzten der Tabelle durchgesetzt. Die zweite Mannschaft hatte keine Mühe den SC Oberreichnbach II mit 6:2 nach Hause zu schicken.

In einer zerfahrenen Partie von beiden Seiten kam der BSC – verstärkt mit einigen Bankdrückern aus der 1. Mannschaft – besser in die Partie.

In der 10. Minute lief ein Gästeakteur alleine auf das Weisendorfer Gehäuse zu, dass diesmal von Ersatztorwart Lars Oyntzen gehütet wurde. Stammkeeper Körner musste überraschenderweise auf der Bank Platz nehmen. Doch knapp vor dem Strafraum wurde der Angreifer von Max Vaupel regelwidrig gestoppt. Dabei hatte die Heimelf Glück, denn der Abwehrspieler bekam lediglich die gelbe Karte und nicht wie vom BSC vehement gefordert die rote Karte wegen Notbremse.

Danach wurde der ASV langsam besser und drückte den Gast mehr und mehr in die eigene Hälfte. Nach einem Fuchsbauer Freistoß an den Pfosten in der 22. Minute war es dann so weit. Wolfgang Lommer hatte keine Mühe den Abpraller zu versenken.

Fünf Minuten später kam der BSC dann zum Ausgleich. Nach einer klaren Abseitsstellung konnte ein Gästeakteur in den Weisendorfer Strafraum eindringen und wurde dabei von Spielertrainer Fuchsbauer gefoult. David Sämann lies mit einem platzierten Schuss ins linke Eck Oyntzen keine Abwehrchance.

Jetzt war Weisendorf wieder die bessere Mannschaft und nach einem feinen Himsel Pass in den Lauf von Konnerth konnte dieser den gegnerischen Torwart ausspielen und ins leere Tor zur jetzt verdienten Führung einschieben. Kurz vor der Halbzeit hätte Lommer noch erhöhen können, Hartlehner im BSC Kasten reagierte allerdings prächtig.

In der zweiten Halbzeit begann Weisendorf schwungvoller. Nach einem Fuchsbauer Solo über den halben Platz hatte Zergiebel die Möglichkeit die Führung auszubauen, sein strammer Schuss ging aber knapp über das Tor. Es häuften sich nun die Abspielfehler auf beiden Seiten und in der 63. Minute konnte der Gast dies ausnutzen. Ebert fing einen schlechtes Zuspiel in der ASV Hälfte ab und hatte keine Mühe zum Ausgleich einzuschieben.

Kurz danach hätte sein Sturmpartner Marco Müller gleich die Führung erzielen können, doch nach schönem Drehschuss zielte er ein wenig zu hoch. Jetzt war der BSC die bessere Mannschaft, doch der ASV schaffte die erneute Führung. Stockhorst konnte in der 72. Minute seinen Gegenspieler abschütteln und schob überlegt – mit seinem 13. Saisontreffer – in den Gästekasten ein.

Weisendorf hatte kurz danach Glück dass Oyntzen in der 75. Minute einen Gewaltschuss aufs kurze Eck an die Latte lenken konnte. Der Gast aus Erlangen drückte nun die Heimelf in die eigene Hälfte ohne jedoch klare Chancen herauszuspielen. Lediglich in der 81. und 83. Minute kam Ebert zweimal frei zum Kopfball, doch beide Male vergab er kläglich.

ASV Weisendorf: Oyntzen, Gäbert, Roko, Vaupel, Strässer (35. Rudel), Zergiebel, Konnerth, Himsel (45. Hacker), Stockhorst, Fuchsbauer, Lommer (83. Eichhorn)

BSC Erlangen II: Hartlehnert, Xhaferi, Binder F. (75. Damerau), Petzold, Förnei (70. Passon), Possel, Emrich, Stöckl (81. Zettner), Ebert C., Sämann, Müller Marc.

Tore: 1:0 Lommer (22.), 1:1 Sämann (27., Foulelfmeter), 2:1 Konnerth (33.), 2:2 Ebert C. (63.), 3:2 Stockhorst (72.)

 

Frauenaurach versinkt in Stockhorsts Torstrudel

Auch in der Höhe verdient setzte der ASV Weisendorf beim ersten Punktspiel nach der Winterpause gleich eine Duftmarke und gewann gegen den direkten Konkurrenten aus Frauenaurach mit 5:1.

Es war zwar nicht alles Gold was glänzte, doch mit dem Rückrundenauftakt seiner Mannschaft kann Bernd Fuchsbauer sicherlich zufrieden sein. In der ersten Spielhälfte bestimmte der heimische ASV bereits das Geschehen, schaffte es aber nicht seine guten Gelegenheiten in Tore umzumünzen.  Bereits nach acht Minuten hatte der ASV eine Doppelchance. Erst wurde Patrick Schmerlers Schuss gerade noch auf der Linie geklärt, dann scheiterte Oli Maier an der Latte.

Zehn Minuten später war es dann erneut Maier, der knapp am Kasten vorbei schob und nur wenige Zeigerumdrehungen danach hätte Hettinger einschießen müssen, als er nach einem Fuchsbauer-Freistoß mutterseelenalleine im Strafraum bedient wurde, aber in den Nachmittagshimmel schoß.

So musste schon eine Unsicherheit des gegnerischen Torwarts her halten, um dann doch in Führung zu gehen. Winterneuzugang Daniel Krahl konnte eine Flanke nicht sicher festhalten und schon sagte Tommi – genannt "Strudel" – Stockhorst goldrichtig und schob zur verdienten Führung ein. Doch nur fün Minuten später stand es auf einmal erneut Unentschieden. Ein Ball wurde in der Weisendorfer Defensive nicht richtig geklärt und so schlenzte Tim Weber den Ball wunderbar vom linken Strafraumeck ins rechte obere Eck. Nur eine Minute später wäre der Treffer allerdings schon fast wieder Makulatur gewesen,doch anstatt auf den mitgelaufenen Stockhorst zu passen, schoß Michael Pilz den Keeper an.

Wer weiß wie das Spiel gelaufen wäre, hätte Frauenaurach nach der Pause ein Tor erzielt, denn die Chance dazu war da. Nach einem Schweineball von Sebastian Baumann genau in den Lauf vom gegnerischen Stürmer Felix Schmidt, lief dieser alleine in Richtung Weisendorfer Kasten, doch der aufmerksame Patrick Schmerler konnte den Fehler gerade noch ausbügel. Ja und danach, da begann dann der Weisendorfer Torstrudel und Frauenaurach fand nicht mehr statt.

Erst war es Baumann in der 52. Minute, der mit einer verunglückten Flanke den gegnerischen Keeper prüfte und diesen zu einer Glanztat zwang und dann war es erneut "Strudel" Stockhorst, der zur 2:1 Führung einnetzte. Vorausgegangen war ein schön anzusehender Konter über Maier und Konnerth, den dann der Weisendorfer Stürmer vollendete.

Zwar sorgte noch ein Frauenauracher Freistoß für Gefahr im gegnerischen Strafraum, doch das war dann auch die letzte Offensivbemühung der Gäste. Erst verpasste erneut Stockhorst nur knapp das 3:1 und legte dann schön quer für Oli Maier, der in der 70. Minute nur noch einzuschieben brauchte. Dann machte es der Stürmer wieder selber. Nach einem Rohr-Pass lupfte Stockhorst den Ball über Daniel Krahl in die Maschen und krönte seine gute Leistung dann in der 87. Minute mit seinem vierten Treffer nach einer Maier-Flanke.